Trademark News

Country Index informiert Sie über Markenrecht weltweit

14.06.2017
Bulgaria (BG)
14.06.2017
Cambodia (KH)
14.06.2017
United Kingdom (UK)

Mehr TM-News kostenlos per e-Mail erhalten
Aktuelle Anzahl der Abonnenten: 7.227

Terminplaner

Wichtige internationale Konferenzen im IP Bereich:

Gesamtübersicht der Termine und direkter Kalenderimport  hier
Mehr über ausgewählte Produkte und Leistungen

Country Index
i-Search
Cedelex
Markonet

Recherchen bestellen

In unserem Online-Shop können Sie 24 h am Tag Recherchen bestellen…

Unsere Geschichte

Print this page

Phonetische Erfassung von Warenzeichen


Der Ursprung von SMD liegt in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts im Hamburger Rechtsanwaltsbüro des Patentagenten und späteren Patentanwalts Ernst Utescher. Das Deutsche Reichspatentamt hatte 1894 begonnen Warenzeichen (heutige Marken) einzutragen. Die rasch zunehmende Menge der Warenzeichen - bis 1945 waren bereits über 560.000 Zeichen eingetragen - nahm Ernst Utescher zum Anlass, die Warenzeichenverzeichnisse phonetisch zu erfassen, Wortwarenzeichen getrennt nach Wortanfang, Silben und Endungen, Bildwarenzeichen nach Motivgruppen. Die Veröffentlichungen wurden im Anwaltsbüro auch aktualisiert hinsichtlich Inhaberumschreibungen, Adressenänderungen, Warenverzeichniseinschränkungen und -löschungen. Anhand der phonetischen Listen und der Originalveröffentlichungen wurden Warenzeichenangelegenheiten in der Kanzlei bearbeitet. Auch Anwaltskollegen konnten bei Bedarf aus dieser Arbeit Nutzen ziehen.

Firmengründung und erste maschinelle Recherche


Mit dem Zweck, die Warenzeichenverzeichnisse einem größeren Kreis von Interessenten zugänglich zu machen wurde im Jahre 1949 die vom Hamburger Anwaltsbüro unabhängige "Schutz Marken Dienst Archivgesellschaft mbH Hamburg" gegründet. Schon wurde überlegt, wie die phonetische Listenrecherche - reine Handarbeit - rationeller durchgeführt werden könnte. Dabei kam die Hollerith-Lochkarte zu Hilfe, ein Medium, das bis dahin nur für statistische Auswertungen in der Schuhlagerverwaltung genutzt wurde. Später lies Ernst August Utescher für die "Findung von Ähnlichkeitsbeziehungen zwischen Warenzeichen", seine bis dahin einmalige maschinelle Recherchemethode sogar patentieren. So war es dem Schutz Marken Dienst bereits damals möglich, effiziente Warenzeichenrecherchen und -überwachungen durchzuführen.

Wachsende Zahl von Marken


Mit der Zahl der Warenzeichen und der entsprechenden Anzahl internationaler Marken war auch die Zahl der Lochkarten immens angewachsen und füllte allein für die Warenzeichenrecherche zusammen mit den erforderlichen Sortiermaschinen eine Stellfläche von über 200 qm. Hinzu kamen die Karten des Überwachungsbestandes und weiterer Markenverzeichnisse.
Auch die Handhabung des immens umfangreichen Kartenmaterials drängte nach einer Lösung: Für eine übliche Ähnlichkeitsrecherche mussten Tausende Lochkarten an die Sortiermaschine und zurück in die Karteischränke verbracht werden. Aussortierte Karten mussten von Rechercheusen auf engere Ähnlichkeit verlesen werden; "Treffer" wurden für die weitere Bearbeitung manuell in aus den Warenzeichenblättern oder einer Karteisammlung herausgesucht.

Einlesen von Lochkarten


Als erster Ausweg bot sich 1972 die Möglichkeit an, die Lochkarten nach und nach auf magnetische Plattenspeicher aufzulesen. Dieses neue System löste das Platzproblem. Es ermöglichte aber noch nicht die elektronische Recherche. Die relevanten Warenzeichen konnten am Terminal gelesen und für die weitere Bearbeitung ausgewählt werden. Ab 1990 wurden auch Bildwarenzeichen auf Platten gespeichert, so dass auch diese am Terminal recherchiert werden konnten.

Anfänge der elektronischen Recherche


Im Jahr 1993 schließlich wurde mit der elektronischen Recherche begonnen. Die mit Schlüsselbegriffen versehenen Wort- und Bildmarken (die früheren Warenzeichen) werden seitdem elektronisch vorausgewählt. Die letztliche Auswahl wird aber immer noch am Terminal von Fachkräften vorgenommen, so dass eine flexible, individuelle und fachgerechte Recherche erfolgt.
Zur kompletten Umstellung auf das elektronische Medium war zunächst die elektronische Erfassung der Volltexte aller bisher veröffentlichten Marken notwendig. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Patent- und Markenamt sowie dem Wila Verlag wurden in einem Großprojekt von 1993 bis 1995 alle bisher veröffentlichten Marken gescannt, mit Bild- und Texterkennungsprogrammen erfasst und manuell nachbearbeitet - ein Vorgang, der heute einfach klingt, damals (mit 486er-Prozessoren) aber mit enormem technischen Aufwand verbunden war. So wurde das Archivsystem vervollständigt.

Internationalisierung und Angebotserweiterung


Inzwischen hat sich die Palette der Leistungen stark erweitert. So wir unseren Kunden inzwischen über das Internet direkten Zugriff auf unterschiedliche Datenbanken sowie ausgereifte Produkte zur eigenhändigen Recherche. Recherchen und Überwachungen bieten wir inzwischen auch auf den Gebieten Firmennamen, Titel, Patente, Gebrauchs- und Geschmacksmuster und Domainnamen an. Die Dienste erstrecken sich dabei über die ganze Welt. Da unser Firmenname für viele nicht-deutschsprachige Kunden schwer aussprechbar ist, treten wir international inzwischen unter der Marke SMD Group auf.